Ein Projekt des Hamburger Instituts für Sozialforschung in Kooperation mit dem Einstein Forum, Potsdam

Berliner Colloquien zur Zeitgeschichte

Berliner Colloquienzur Zeitgeschichte

Über uns

Seit März 2010 richtet das Hamburger Institut für Sozialforschung in Kooperation mit dem Einstein Forum Potsdam die Berliner Colloquien zur Zeitgeschichte aus. Zeithistoriker – so die Prämisse dieser Tagungen – sollten ihr Engagement nicht allein der Geschichtswissenschaft widmen, sondern auch zahlreiche andere Gebiete im Blick behalten und für soziologische, philosophische, psychologische und nicht zuletzt moralische Fragen offen sein. Dass Schriftsteller, Literatur- und Biowissenschaftler ebenso willkommen sind, dass der intellektuelle Austausch vor allem über nationale Grenzen hinaus geführt wird, unterstreicht die Absicht, dem Unerwarteten Raum zu geben – in überschaubarer Größe und informeller Struktur. Im Grunde sind diese Zusammenkünfte als Laboratorien gedacht, als Forum für neue, provokante Ansätze und Ort des Ausprobierens verschiedener Wege. Unabhängig von den Zwängen des traditionellen akademischen Betriebs geben sie mithin Raum für Gedankenexperimente – für eine oft geforderte, aber selten geförderte Art des Dialogs. Weder unverbindlich noch rigide, orientieren sich die Tagungen an drei miteinander verzahnten Leitsätzen: Das Ziel der Empirie ist die Theorie; die Theorie erprobt sich in empirischen Forschungen; der Stachel der Aktualität muss spürbar sein. Erst dann erfüllt Zeitgeschichte nämlich ihren eigentlichen Zweck: als Wissenschaft im Streit mit ihrer Zeit.

Die Berliner Colloquien zur Zeitgeschichte finden vier Mal im Jahr statt. Der Mittelweg 36 berichtet regelmäßig in Gestalt von Aufsätzen, Diskussionsprotokollen oder Interviews.